Das Nuraghen – Komplex von Palmavera

Area interesse: Archäologische Stätte
Area interesse: Archäologische Stätte

Die Straße Richtung Porto Conte entlang befindet sich das nuraghische Komplex von Palmavera, eines der größten in ganz Sardinien.

Es ist aus einem Hauptturm gebaut namens Mastio und einem weiteren Turm, zusammengefügt zu einer elliptisch-förmigen Bastion, die Hütte der Versammlungen. Die Fassade ist fünfeckig gebaut mit vier Turmhütten und zum Schluss das Hütten-Dorf das sich im Kernstück befindet.
Das Nuraghen-Komplex von Palmavera wurde während drei aufeinanderfolgenden Epochen gebaut: der älteste Teil des Dorfes um 1500 v. Chr. (der Hauptturm und der erste Kernteil der Hütten) zur Bronzezeit und aus Kaltsteinen.

Die zweite Phase war 900 v. Chr. aus Sandsteinen. Während dieser Phase wurden auch der zweite Turm, der Flur, die Versammlungshütte und weitere Hütten im Dorf gebaut. Die dritte Phase (IV-VIII v. Chr.) war vom speziellem Mauerwerk geprägt.

Das Dorf umfasst heute 50 Hütten (ursprünglich waren es 100-150) auf rundem und viereckigem Grund, aufgeteilt in Unterkünfte und Plätze die für handwerkliche Geschäfte oder für Tierställe genutzt wurden. Die Verkleidung der Hütten war aus Stangen und Ästen.
Die Versammlungshütte ist die größte im ganzen Komplex und hat eine besondere Rolle im Dorf, es dient als Ort des Dialogs und der Verwaltung der zivilen und religiösen Macht.

Der Name stammt aus den 36 Banchi, alle gleich groß, man unterscheidet unter ihnen zwischen dem banco-tronetto in dem ein Dorf-Chefs mit höherer Autorität herrscht. In der Mitte des Saals befindet sich der Betilo-Turm, eine Wiedergabe vom Nuraghen.
Der Haupteingang zur Bastion, eine kleine Öffnung mit dem Ziel der Verteidigung, bringt einen zum Flur mit offenem Dach, wo auch die Öffnungen der anderen 2 Türme sind.

Der Mastio bzw. Hauptturm, ist 8 Meter hoch, charakteristisch sind das innere Ambiente im Tholos Stil und die unechte Spitze. Der zweite Turm der auch im Tholos Stil verkleidet ist, ist heute eingestürzt und wurde früher wohl als Lebensmittellager genutzt.

Die Geschichte der Erdarbeiten der Stätte, begann im Jahr 1904 und wurde vom Archäologen Antonio Taramelli geleitet, der dadurch viele Fundreste ans Licht gebracht hatte, die heute im Museum Sanna in Sassari ausgestellt sind. Der Fund einer dicken Aschenschicht innerhalb der Hütten hat gezeigt , dass die bewohnte Gegend von einem heftigen Brandfeuer getroffen war und das gesamte Dorf niedergebrannt 800 v. Chr. wurde.


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